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… sind wir – mit großen Schritten geht es seit den letzten Wochen der Vollendung der wesentlichen Sanierungs- und Umbauarbeiten zu. Fast täglich gibt es nun die Ergebnisse von monatelangen Planungen und Überlegungen zu bestaunen: Sei es nun die neue Treppe, die nun aufgrund ihres weniger steilen Verlaufs wunderbar leicht zu begehen ist und für deren schöne Zweifarbigkeit in mattem Weiß und Dunkelbraun englische Treppen Pate standen (eine Idee, die ich schon lange hegte und nun doch durchsetzen konnte – trotz des mit ganzer Autorität und Amtswürde vorgetragenen Hinweises unseres Architekten, dass wir immer noch “in Baden sind und nicht in England”… ;-))…). Oder der großzügige Gäste-Balkon, in dessen Geländer ein Jugendstilmotiv eingearbeitet wurde. Oder der Wintergarten, der erst gestern sein Dach erhalten hat – oder unser “Herzstück”, der Trottschopf, der nun mit seinem großen Atelierfenster Richtung Garten und den ersten aufgehängten Lüstern (nicht nur) uns so gut gefällt, dass wir am liebsten alles Geplante über den Haufen werfen und IHN zum Wohnzimmer machen wollen… ;-)… nein, das nun doch nicht: Wir freuen uns, schon im diesem Jahr Hochzeiten und Geburtstage ausrichten zu können und können es kaum erwarten, den schönen Saal endlich genutzt und belebt zu sehen! Im Haus sind die Böden fast fertig: Einige alte Böden wurden mit alten Dielen ergänzt und geölt – die erhaltenen Pitchpine-Böden erstrahlen nach der Behandlung im neuen Glanz. Um unseren Wunsch nach einem möglichst dunkel geölten Eichenboden im Gang zu erfüllen, hat sich Parkettlegermeister Rolf Marfilius nach eigener Aussage “schon in einen Chemiker” verwandelt ;-) – die geradezu alchemistisch anmutende ;-) Geheimrezeptur des dunklen Öles erwies sich auf alle Fälle als Volltreffer! Mittlerweile sitzen wir in Freiburg auf gepackten Koffern bzw. Kisten – unser Umzug – der erste in eigene vier oder eben mehr als vier Wände! – ist für Mitte Mai angesetzt. Da erwarten uns noch aufregende Tage und Wochen, bis alles verstaut und am richtigen Platz ist – noch drei Wochen …
… denn langsam biegen wir in die Zielgerade ein! Raum für Raum gehen die Arbeiten zügig voran, die Vernetzung der einzelnen Gewerke wird immer enger. Die Wandfarben (natürlicher, diffusionsoffener Kalkstreichputz) für die Räume sind bereits ausgesucht und auch die Bodenleger warten auf den Startschuss. Am Gästebalkon wird gearbeitet und unser Wintergarten nimmt bereits erste Konturen an. Die Gänge im Haus erscheinen heller und breiter – besonders die neuen Sprossentüren (unten mit einer High-Tech-Katzenklappe ;-), was anderes kam für Johannes nicht in Frage…) werden in Zukunft für mehr Licht sorgen. Unser eigenes Bad, das neue Bad in einem der Gästezimmer und auch die Gäste-WCs im Schopf sind fast fertig gefliest. Im Trottschopf selbst, dem zukünftigen Festsaal, haben wir bereits einen großen Teil der Lehmgefache mit Spachteln von den Kalkputzresten befreit und die schönen Bruchsteinmauer-Wände dort, wo sie sichtbar werden sollen, freigelegt. Nächste Woche kommen die Fenster für den Trottschopf, darunter das große Atelierfenster für den ehemaligen Torbogen, auf das wir mit Spannung warten. Etwas schwieriger gestaltet sich die Reinigung der Balken, denn das Gewicht der Bürstenmaschine erlaubt es kaum, länger über Kopf zu arbeiten, so dass wir uns hier etwas einfallen lassen müssen. Bei den Arbeiten an den Bruchsteinwänden haben wir einen zweiten Torbogen zur Hälfte freigelegt – wir hatten bereits vermutet, dass es einst eine zweite Toreinfahrt gab, die wahrscheinlich schon im 18. oder zu Beginn des 19. Jahrhunderts wieder zugemauert wurde, um Platz für den kleinen Fachwerkansatz im Schopf zu schaffen (dort sind jetzt die Gäste-WCs untergebracht, die nun über eine wunderbare alte Tür zugänglich sind). Die schönen Tor- und Fensterstürze treten, befreit vom über die Jahre verschmutzen Kalkputz, nun deutlich hervor – wenn erstmal die bereits eingetroffenen Leuchter angebracht sind, wird man sie noch besser sehen können. Besonders gefreut haben wir uns über den Besuch von Frau Dagmar Hackländer, die im vergangenen Jahr als Vertreterin des Denkmalamtes das Projekt mit auf den Weg gebracht hat und spürbar begeistert von den fortschreitenden Arbeiten war, was uns für die letzte Wegstrecke noch einmal zusätzlich motiviert hat. Mit Freude sehen wir, wie unsere Vorstellungen Gestalt annehmen und unser Umzug in greifbare Nähe rückt!
tachy@2010